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Im Doppelpack: Zwei Terex® cc 6800 heben Hubbeine

auf Offshore-installationsschiffe

 

ZWEIBRÜCKEN, 18. Oktober 2012 – Im Auftrag der Lloyd-Werft Bremerhaven AG hob die Sarens Group im dortigen Freihafen jeweils vier gigantische Hubbeine auf zwei Offshore-Installationsschiffe der RWE OLG GmbH, einem Logistik-Unternehmen der RWE Innogy. Diese ermöglichen es den Schiffen, sich bei Montagearbeiten für Windkraftanlagen auf See aus dem Wasser zu stemmen. Beim Heben der 630 Tonnen schweren und 78 Meter langen Stahlkolosse setzte das Sarens-Team zwei Terex CC 6800 Raupenkrane ein, die bei ihrer Arbeit von einem Schwimmkran unterstützt wurden.

 

Insgesamt zwei Installationsschiffe zum Bau von Windparkanlagen auf hoher See hatte die RWE-Tochter Innogy in Korea geordert: Die „Victoria Mathias“ und die baugleiche Schwester „Friedrich Ernestine“. Beide Hubschiffe trafen im Februar 2012 in Bremerhaven ein – ihre Hubbeine hatten sie jedoch in Korea zurückgelassen, da sich diese getrennt leichter transportieren ließen. Um die knapp 80 Meter langen Beine mit ihrem Durchmesser von 3,75 Metern in die Errichterschiffe einzusetzen, waren die Spezialisten der Sarens Group gefragt. Denn die Hübe im Mai und im Juni 2012 entpuppten sich als echte Herausforderungen.

 

 

 

Montage und Hub unter widrigen Verhältnissen

 

Für den Hub der 630 Tonnen schweren Beine entschied sich die Sarens Group fuer den Einsatz zweier Terex CC 6800 „Da wir aufgrund des hohen Gewichtes der Lasten zwei Krane benötigten, war es im Hinblick auf eine absolut exakte Synchronisation von Vorteil, dabei auf baugleiche Typen zu setzen“, berichtet Sarens-Projektmanager Jelle Schepens. Doch vor dem Hub musste zunächst der Hafenkai verstärkt werden, um die beiden Krane samt ihrer Last tragen zu können: Vor dem Dock wurde dazu eine Schwerlastplatte aus 1,40 Meter dickem Beton und einer Fläche von 30 mal 35 Metern in den Boden eingelassen. Auf dieser Platte baute die Sarens-Mannschaft die beiden CC 6800 auf. Während einer der beiden Krane „konventionell“ auf dem Landweg zur Baustelle verbracht wurde, kam der andere per Schiff aus Amerika nach Bremerhaven – und zwar bis an die Kaimauer, so dass er direkt vom Schiff aus auf der Schwerlastplatte aufgebaut werden konnte. Einige der Teile mussten aber auch hier über den Landweg angeliefert werden. Insgesamt rund 80 LKWs wurden benötigt, um alle benötigten Komponenten der beiden CC 6800 an die Baustelle zu bringen, für deren Aufbau das achtköpfige Sarens Team insgesamt zwei Wochen benötigte. Dabei hatte das Team nicht nur mit Platzproblemen zu kämpfen, da sie sich die Kaianlagen mit den Schiffsmonteuren und deren Baumaterialien teilen mussten. Hinzu kam eine weitere Besonderheit: Da die Montage im Freihafen stattfand, handelte es sich rechtlich gesehen um einen Aufbau im außereuropäischen Ausland. Das hieß: Alle Baumaterialien mussten offiziell durch den Zoll, um auf die Baustelle zu gelangen – ein erheblicher administrativer Aufwand, der den ohnehin enormen Zeitdruck weiter verschärfte. Denn die Schiffstaufe der „Victoria Mathias“ war für den 21. Mai angesetzt. Bis dahin musste der Job definitiv erledigt sein. Zu allem Überfluss spielte dann auch noch das Wetter nicht mit: „Wir mussten vier Tage warten, bis der Wind auf unter 10 Meter pro Sekunde abgeflaut war. Erst am 17. Mai waren die Bedingungen gut – vier Tage vor der Schiffstaufe“, berichtet Jelle Schepens.

 

„Beinarbeit“ mit Köpfchen

 

Deshalb musste jetzt alles schnell gehen und jede weitere Verzögerungen um jeden Preis vermieden werden. Das Sarens-Team rüstete die beiden CC 6800 identisch in der Konfiguration SSL-LSL und 108 Meter langem Ausleger. Das Gegengewicht betrug 250 Tonnen auf dem Oberwagen und 80 Tonnen Zentralballast; das Superlift- Gegengewicht auf dem 24 Meter langen Superlift-Ausleger war mit 240 Tonnen berechnet. So waren die beiden Krane optimal gerüstet um die Stützbeine zu heben, die auf einem Seeponton bereitlagen. Um gleichmäßige Hübe zu ermöglichen und die erforderliche Hubleistung zu erbringen, waren die Haken beider Krane an einer Schwerlast-Traverse angeschlagen. „Darauf hatten wir Winkelgeber positioniert, die eine eventuelle Schieflage sofort an die beiden Kranfahrer übermittelten, so dass diese gleich geeignete Ausgleichsmaßnahmen einleiten konnten“, erklärt Jelle Schepens. Denn neben Schnelligkeit war auch höchste Präzision gefordert. Für die Hübe nahmen die beiden CC 6800 die Beine jeweils an der Kopfseite auf und hoben sie an. Dabei assistierte ein Schiffskran, der am gegenüberliegenden Fußteil ansetzte und die Beine beim senkrechten Aufrichten kontrolliert nachführte. Nachdem die Beine stabil aufgerichtet waren, wurde der Schwimmkran abgeschlagen und entfernt. Die aufgerichteten Hubbeine wurden anschließend von den beiden Terex-Kranen auf eine Höhe von 95 Metern angehoben und in einem Arbeitsradius von 21 Metern über das Deckhaus des Schiffs hinweg zur erforderlichen Position geschwenkt. Ein Schlepper bugsierte das Installationsschiff dann exakt in die korrekte Position, so dass die Beine in die jeweils vorgesehenen Aufnahmen der Installationsschiffe herabgelassen und verbolzt werden konnten. „Durch das hohe Gewicht der Hubbeine bestand natürlich die Gefahr, dass die „Victoria Mathias“ durch die einseitige Belastung Schlagseite bekommt und kentert“, erläutert Jelle Schepens. Um das zu verhindern, wurde das Schiff beim Einlassen der Beine auf der Gegenseite mit Wasser ausbalanciert – und zwar absolut synchron. Auch dies beanspruchte zusätzliche Zeit.

 

Trotzdem ist es dem Sarens-Team gelungen, alle Hübe reibungslos und im vorgegebenen Zeitrahmen durchzuführen, so dass die Schiffstaufe wie vorgesehen am 21. Mai gefeiert werden konnte. Den Hüben für das zweite Installationsschiff „Friedrich Ernestine“ Anfang Juni sah das Sarens-Team daher relativ gelassen entgegen: „Wir wussten jetzt, dass all unsere Berechnungen und Ablaufplanungen korrekt waren und deshalb keine Schwierigkeiten zu erwarten waren – so kann auch solch ein außergewöhnlicher Job mit dem richtigen Material und einem guten Team fast zu einem Routine-Einsatz werden“, resümiert Jelle Schepens zufrieden.

 

Terex® CC 6800

Mit hervorragenden Tragfähigkeiten in allen Arbeitsbereichen erreicht der Terex CC 6800 Gittermast-Raupenkran eine Nenntraglast von 1250 t, ein Lastmoment von 13.840 tm, sowie eine maximale Rollenhöhe von 216 m. Der Superlift-Radius ist einstellbar von 15 m bis 24 m. Dank der stark vereinfachten Montageverfahren lässt sich der Kran in kürzester Zeit aufrüsten, mit den eigentlichen Hubarbeiten kann schnell begonnen werden – so lässt sich eine ausgezeichnete Investitionsrendite erzielen. Der CC 6800 erreicht Fahrgeschwindigkeiten von 1,1 km/h; ein leistungsstarker Quadro-Drive und das hydraulikunterstützte Verbolzungssystem der Auslegerteile gehören zur Serienausstattung.

 

Über die Sarens Group

Die Sarens Group mit Stammsitz im belgischen Wolvertem zählt mit rund 3000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich Krandienstleistung und Schwerlasttransport. Das Kundenspektrum umfasst Unternehmen der Mineralöl- und Gasproduktion, der Energiewirtschaft, der Petrochemie und des Bergbaus. Ein separater Unternehmensbereich hat sich zudem auf die Errichtung von Windkraftanlagen an Land und auf See spezialisiert. In all diesen Branchen genießt Sarens einen hervorragenden Ruf als kompetenter Partner vor allem für große und komplexe Hebeprojekte. Das in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründete Familienunternehmen unterhält heute 101 Niederlassungen in 51 Ländern.

Weitere Informationen unter www.sarens.com

 

 

Über Terex

Die Terex Corporation ist ein diversifiziert aufgestellter, global tätiger Hersteller des Maschinen- und Anlagenbaus. Kernaufgabe der Terex Corporation ist die Bereitstellung zuverlässiger, kundenorientierter Lösungen für zahlreiche Anwendungsbereiche wie z.B. Bau und Infrastruktur, Schifffahrt- und Transportunternehmen, die Gesteinsindustrie, Raffinerien, Energieversorger, kommunale Dienstleister und Fertigungsbetriebe. Terex berichtet in fünf verschiedenen Unternehmenssegmenten: Aerial Work Platforms (Arbeitsbühnen), Construction (Baumaschinen), Cranes (Krane), Material Handling & Port Solutions (Materialumschlag und Hafenausrüstung) und Materials Processing (Materialaufbereitung). Terex unterstützt den Erwerb seiner Maschinen und Anlagen durch Finanzprodukte und Dienstleistungen aus dem Unternehmensbereich Terex Financial Services. Weitere Informationen finden Sie unter www.terex.com

 

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