Terex Transparenzerklärung gemäß Modern Slavery Act

Geschäftsjahr 2025

Diese Erklärung („Erklärung“) legt die Maßnahmen dar, die wir, die Terex Corporation („Terex“, „Konzern“), im eigenen Namen und im Namen unserer Tochtergesellschaften ergriffen haben, um moderne Sklaverei in unserem Konzern und in unseren Lieferketten zu verhindern. Der Begriff moderne Sklaverei umfasst Sklaverei, Leibeigenschaft, Menschenhandel, Kinderarbeit und Zwangsarbeit (zusammen „moderne Sklaverei“).

 

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeder Form moderner Sklaverei in unserem Konzern und in unseren Lieferketten. Wir verpflichten uns zu ethisch verantwortungsvollem Handeln, zu Integrität und Transparenz in allen geschäftlichen Aktivitäten sowie zur Einrichtung effektiver Systeme und Kontrollen zur Verhinderung moderner Sklaverei.

Struktur, Geschäftsbetrieb, Lieferketten


Terex ist ein weltweit führender Hersteller von Sonderfahrzeugen, Maschinen und Anlagen für systemrelevante Bereiche wie Rettungsdienste, Abfall- und Recyclingmanagement, Versorgung und Bauwesen. Mit unserem diversifizierten Unternehmensportfolio sind wir in resilienten Märkten mit starker Nachfrage und großem, langfristigem Wachstumspotenzial aktiv. Wir entwickeln und fertigen moderne Sonderfahrzeuge – darunter Löschfahrzeuge, Rettungswagen und Reisemobile –, Abfallsammelfahrzeuge, Materialaufbereitungsanlagen, mobile Höhenzugangstechnik sowie Maschinen und Geräte für Energieversorgungsunternehmen. Dank unseres weltweiten Händler-, Ersatzteil- und Servicenetzes sowie unserer digitalen Lösungen, die einen echten Mehrwert bieten, können sich unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte auf erstklassigen Support verlassen und dadurch ihre Investitionsrendite maximieren. Mit einem starken Fertigungsnetzwerk in den USA sowie Werken in Europa, Indien und im asiatisch-pazifischen Raum verfügt Terex über die globale Reichweite und die lokalen Kompetenzen, um Geschäftschancen weltweit zu nutzen.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei

Uns ist bewusst, das in unserer Branche ein inhärentes Risiko für moderne Sklaverei besteht und dass die geografische Lage von Zulieferbetrieben (z. B. in China) dieses Risiko zusätzlich erhöhen kann. Basierend auf unserem tiefen und umfassenden Verständnis unseres Konzerns, unseres Geschäftsbetriebs und unserer Lieferketten gehen wir jedoch davon aus, dass das Risiko für moderne Sklaverei in unseren Unternehmen und in unseren Lieferketten gering ist.

 

Richtlinien und Verfahren

Wir haben wirksame Systeme und Kontrollen eingerichtet, um das Risiko jeder Form der modernen Sklaverei zu mindern. Unsere Werte, Richtlinien, Verfahren, Systeme und Prozesse bilden unser System für das Management des Risikos moderner Sklaverei. Dieses Risikomanagementsystem ist das Fundament für ethische und sichere Arbeitsbedingungen in unseren Unternehmen und unseren Lieferketten.

 

 

1. Terex Way Werte. Zu den Grundpfeilern des Terex Way gehören die Werte Gesellschaftliche Verantwortung, Integrität und Respekt. Wir opfern unsere Integrität nie dem Profit. Wir verhalten uns in allen geschäftlichen Angelegenheiten transparent. Wir bieten allen Teammitgliedern ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld, achten die Würde jedes einzelnen Menschen und behandeln alle Menschen mit Respekt.

 

2. Teammitgliederumfrage. Bei unserer jährlichen Teammitgliederumfrage haben Teammitglieder Gelegenheit, anonym Feedback zu geben und Vorschläge zur Verbesserung unseres Unternehmens und ihres Arbeitsumfelds zu machen. Wir greifen die Anregungen der Teammitglieder auf, kommunizieren die Umfrageergebnisse und entwickeln an jedem Standort Maßnahmenpläne zur Erzielung von Verbesserungen. Die Standorte setzen Fokusgruppen ein, um den Fortschritt bei der Umsetzung dieser Maßnahmenpläne zu überwachen. Darüber hinaus ergreifen wir konzernweit Maßnahmen, um die in der Umfrage identifizierten Verbesserungspotenziale anzugehen. Die Teammitgliederumfrage dient zudem als Instrument zur Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen, die ergriffen worden sind, um etwaige von Teammitgliedern gemeldete Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei zu mindern. 

 

3. Terex Ethik- und Verhaltenskodex (Kodex) und dazugehörige Schulungen. Mit diesem Kodex, an den alle Terex Teammitglieder gebunden sind, erklärt Terex seine Verpflichtung zur Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, Vorschriften und Branchenregelungen in jedem Land, in dem der Konzern geschäftlich tätig ist. Bei Terex ist moderne Sklaverei streng untersagt. Alle Terex Teammitglieder werden zu den Inhalten des Kodex geschult. Verstöße gegen seine Grundsätze können, in Übereinstimmung mit dem vor Ort anwendbaren Arbeitsrecht, Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses zur Folge haben.

 

4. Ethik-Hotline. Terex verfügt über eine bewährte, vertrauliche Ethik-Hotline, die von einem Drittanbieter betrieben wird und rund um die Uhr erreichbar ist. Jedes Terex Teammitglied, jeder Zulieferer und jede andere Person kann Gesetzesverstöße oder Verdachtsmomente, darunter in Bezug auf moderne Sklaverei, vertraulich über die Ethik-Hotline unter www.ethicspoint.com oder +1-866-493-1856 melden. Allen gemeldeten Bedenken und Vorfällen wird nachgegangen. 


5. Vergeltung ist streng untersagt. Terex toleriert keine Form der Vergeltung, so wie in unserem Kodex dargelegt. Dieses Vergeltungsverbot gibt unseren Teammitgliedern die Gewissheit, dass sie Bedenken in Hinblick auf moderne Sklaverei oder andere Praktiken in unserem Konzern oder in unseren Lieferketten ohne Angst vor Repressalien ansprechen können.

6.  Beauftragte für Geschäftsprinzipien. Terex hat weltweit Teammitglieder zu Beauftragten für Geschäftsprinzipien (Business Practices Advocates – BPA) ernannt, die anderen Terex Teammitgliedern als Ansprechpartner, Vermittler und Fürsprecher zur Seite stehen. In unmittelbarer Zusammenarbeit mit der Leitung ihrer Standorte bzw. Funktionsbereiche ermitteln BPA Möglichkeiten, wie eine starke Kultur verantwortungsbewussten Handelns gefördert werden kann. Terex baut auf die beruflichen Erfahrungen und die kulturellen Kompetenzen der BPA, um zu gewährleisten, dass die Prozesse vor Ort frei von moderner Sklaverei sind. 

7. Bewertung des Compliance-Risikos. Zusammen mit den Führungskräften unserer Fertigungsstandorte unterzieht das Terex Ethics & Compliance Team die Standorte mindestens einmal jährlich einer Risikoprüfung. Werden Risiken, negative Auswirkungen auf Terex oder Gesetzesverstöße im Zusammenhang mit moderner Sklaverei festgestellt, ergreift Terex umgehend Maßnahmen zur Minderung der Risiken und zur Verhinderung von negativen Auswirkungen bzw. Verstößen. Anhand von Risikobeurteilungen wird die Wirksamkeit aller erforderlichen Maßnahmen bewertet, die zur Minderung etwaiger Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei ergriffen worden sind. 

8. Arbeitsschutzfachleute vor Ort. An allen Fertigungsstandorten gibt es Arbeitsschutzfachleute, mit deren Hilfe wir sicherstellen, dass wir alle anwendbaren Gesetze zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit unserer Arbeitskräfte sowie zum Umweltschutz einhalten. Auf diese Weise fördern wir sichere Arbeitsbedingungen für unsere Teammitglieder.

9. Zulieferer-Evaluierung. Terex evaluiert potenzielle Zulieferer im Rahmen der Zuliefererauswahl und anschließend regelmäßig anhand ihres Geschäfts- und Risikoprofils sowie ihrer Funktion in unseren Lieferketten. Dabei beurteilen wir das Gesamtrisiko, einschließlich etwaiger bekannter Risiken für moderne Sklaverei. Vor der ersten Transaktion mit einem Zulieferer kann dem Zulieferer ein Besuch vor Ort abgestattet werden, um seine allgemeine Leistungsfähigkeit zu prüfen und sein Gesamtrisiko zu beurteilen. Darüber hinaus können Zulieferern nach der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen von Zeit zu Zeit unangekündigte Vor-Ort-Besuche abgestattet werden. Sollten wir feststellen, dass sich ein Zulieferer moderner Sklaverei bedient, stellen wir die Geschäftsbeziehung mit diesem Zulieferer ein. 

 

Wir unterziehen unsere Zulieferer jedes Jahr einer Risikobeurteilung. Dabei bewerten wir unter anderem das potenzielle Risiko moderner Sklaverei in unseren Lieferketten, und zwar anhand mehrerer Faktoren, darunter das Land, in dem die Produkte gefertigt werden, die Angemessenheit der Arbeitsschutzrichtlinien und die Einhaltung bestimmter arbeitsrechtlicher Normen. Wir prüfen die Ergebnisse der Beurteilung, arbeiten mit ausgewählten Zulieferern, die Defizite aufweisen, an der Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsplänen, um etwaige Risiken zu mindern, und bewerten die Wirksamkeit aller erforderlichen Maßnahmen, die zur Minderung etwaiger Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei ergriffen worden sind. Über die Ergebnisse unserer Zulieferer-Risikobeurteilung informieren wir den Board of Directors.


10. Einhaltung von Standards durch Zulieferer. Bei der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit neuen Zulieferern stellen wir im Vertrag über die Beauftragung als bevorzugter Zulieferer bzw. im Zulieferervertrag eindeutig klar, dass unsere Zulieferer unser Verbot der modernen Sklaverei kennen und einhalten müssen, denn eine Vertragsbedingung ist in beiden Fällen die Einhaltung des Verhaltenskodex für Zulieferer der Terex Corporation („Zuliefererkodex“). Der Zuliefererkodex enthält u. a. eine Klausel zu moderner Sklaverei. Mit der Unterzeichnung der o. g. Verträge versichern die Zulieferer, dass weder sie noch ihre Unterauftragnehmer moderne Sklaverei betreiben oder sich dieser bedienen. Darüber hinaus beschreibt der Zuliefererkodex Grundsätze zur Förderung ethischen Verhaltens am Arbeitsplatz, darunter der respektvolle Umgang mit Mitarbeitenden und die Achtung ihrer Menschenwürde. Zudem verlangen wir von unseren Zulieferern – entweder im schriftlichen Vertrag über die Beauftragung als bevorzugter Zulieferer, im Zulieferervertrag, in der Preisvereinbarung und/oder in unseren Einkaufsbedingungen – die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze, Vorschriften, Bestimmungen, Anordnungen und Normen, zu denen auch das Verbot moderner Sklaverei gehört.

Bewertung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen


Zur Verhinderung moderner Sklaverei in unseren Unternehmen und Lieferketten muss die Wirksamkeit unserer Prozesse und Verfahren zum Umgang mit dem tatsächlichen bzw. potenziellen Risiko moderner Sklaverei geprüft und überwacht werden. Dies erfolgt unter anderem anhand der oben aufgeführten Maßnahmen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Terex keine Berichte über moderne Sklaverei in unseren Unternehmen oder Lieferketten bekannt. Unseres Wissens unterhält Terex keine Geschäftsbeziehungen mit Zulieferern, die sich moderner Sklaverei bedienen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unserer Meldeverfahren, damit Hinweisgeber Verdachtsmomente oder Gesetzesverstöße ohne Angst vor Repressalien melden können.

 

Die Zulieferer-Risikobeurteilung 2025 – bei der ausgewählte Zulieferer anhand von Daten zum Berichtsjahr 2024 bewertet wurden – hat ergeben, dass unsere Zulieferer keine negativen Auswirkungen auf Terex im Zusammenhang mit moderner Sklaverei haben und dass diesbezüglich keine signifikanten Risiken bestehen. Einige wenige Zulieferer haben bei der Zulieferer-Risikobeurteilung jedoch schwache Ergebnisse erzielt. Gründe für schwache Ergebnisse sind unter anderem unzureichende Richtlinien und unzureichende Systeme zur Ermittlung und Minderung des Risikos moderner Sklaverei. Gemeinsam mit diesen Zulieferern erarbeiten wir derzeit Verbesserungspläne. Wir gehen davon aus, dass sie bei der nächsten Zulieferer-Risikobeurteilung, an der sie beteiligt sind, bessere Ergebnisse erzielen werden.

 

Wir unterziehen die Zulieferer-Risikobeurteilung regelmäßigen Wirksamkeitsprüfungen und suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Optimierung der Bewertungsplattform und zur Verbesserung der Fragen, um negative Auswirkungen auf Terex effektiver zu ermitteln und neuen und sich abzeichnenden gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Wir erkundigen uns bei unseren Zulieferern, unserem Supply Chain Team und Terex Führungskräften regelmäßig nach Möglichkeiten zur Verbesserung des Prozesses der Zulieferer-Risikobeurteilung.

 

Konsultationsprozess


Bei der Erarbeitung dieser Erklärung haben wir die zuständigen Terex Führungskräfte aus dem gesamten Konzern konsultiert, einschließlich der Unternehmen, deren Eigentümer Terex ist bzw. die von Terex beherrscht werden.

Genehmigung der Erklärung


Diese Erklärung gilt für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2025 und wurde am 15. April 2026 vom Board of Directors der Terex Corporation genehmigt.

/s/ Scott Posner

Senior Vice President, Secretary & General Counsel

Datum: 15. April 2026