Terex Unternehmensgeschichte

Geschichte der Terex Corporation

Die Terex Corporation hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Kunden Maschinen und Industrieprodukte zu bieten, die eine hohe Rentabilität und eine hohe Rendite gewährleisten. Die Fortführung des historischen Wachstums hat Terex in den vergangenen Jahren durch verschiedene Firmenübernahmen und Veräußerungen erzielt, deren Ziel in der Stärkung des Produktportfolios, der Verbesserung der geografischen Präsenz und der Steigerung der Wertschöpfung für die Terex Kunden, Anteilseigner und Teammitglieder bestand.

Die Unternehmensgeschichte von Terex ist keine einfache Geschichte. Erfahren Sie, wie der Name „Terex“ entstanden ist und wie sich das Unternehmen entwickelte. Die Geschichte ist jedoch auch reich an „historischen“ Namen, die Terex in den letzten Jahren erworben hat. An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl der wichtigsten Ereignisse präsentieren.

 

1933 bis 1970

1933 wird die Euclid Company von den Brüdern Armington gegründet. Das Unternehmen ist sehr erfolgreich in der Entwicklung und Fertigung von Muldenkippern. Damit zieht es die Aufmerksamkeit von General Motors auf sich und wird 1953 von GM übernommen. Der „Geschäftsbereich Euclid“ von GM wird ausgebaut und verkauft große Maschinen, unter anderem mehr als die Hälfte der in den USA verkauften geländegängigen Muldenkipper.

Euclids marktbeherrschende Stellung hat jedoch negative Folgen: Das US-Justizministerium leitet ein Kartellverfahren gegen General Motors ein und zwingt den Konzern zu einem vierjährigen Herstellungs- und Verkaufsstopp für Muldenkipper sowie zum Verkauf von Teilen des Euclid Geschäfts und der Marke Euclid.

Für die nicht von diesem Beschluss betroffenen Baumaschinen und Muldenkipper bildet GM 1970 den Namen „Terex“ aus den lateinischen Begriffen „Terra“ (Erde) und „Rex“ (König). Die so verbleibenden Teile – das neue Unternehmen Terex – produzieren Planierraupen, Front-Radlader und Schürfwagen.

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Golfer Jack Nicklaus schickt Abschläge von einem ‚Tee‘ auf einem Terex TS-24 Schürfzug

 

1970er Jahre

Während die Terex Division sich bei General Motors weiter entfaltet, entwickelt sie einige der meistbeachteten Fahrzeuge unter den schweren Baumaschinen, darunter den weltweit ersten Geländemuldenkipper (1Z Trac-Truk), die weltweit erste zweimotorige Planierraupe (TC-12) und in den siebziger Jahren den weltgrößten Muldenkipper (33-19 Titan).

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Der Prototyp des Titan leistet bis 1990 seine Dienste. Besucher können ihn heute in Sparwood, British Columbia, in der Nähe seines früheren Einsatzortes bewundern. Noch immer ist er von seinen Abmessungen her der Größte, wurde jedoch bei der Nutzlast (370 Tonnen) übertroffen.

 

1980er Jahre

Die Rezession der frühen achtziger Jahre fordert ihren Tribut von Terex: General Motors verkauft Terex 1981 an IBH Holdings, ein Unternehmen im Eigentum des deutschen Unternehmers Dieter Esch.

Die weltweite Rezession führt zu einem Zusammenbruch der IBH Holdings, die 1983 Konkurs anmeldet. Terex geht zurück an General Motors und erhält eine neue Struktur:

  • Terex Equipment Limited (TEL), eine produzierende Tochtergesellschaft in Schottland
  • Terex USA, Händler für Terex Produkte in der westlichen Welt sowie Hersteller von Maschinen und Ersatzteilen am Standort Hudson im Bundesstaat Ohio.

1986 wird Terex USA aus dem Konkurs heraus von Northwest Engineering erworben, einem Unternehmen, das in den frühen achtziger Jahren von dem amerikanischen Unternehmer Randolph Lenz übernommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Zentrale von Northwest Engineering in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin.

Bereits beim Kauf von Terex USA durch Northwest Engineering im Jahr 1986 enthält die Vereinbarung eine Kaufoption für Terex Equipment Limited. 1987 macht Northwest Engineering von dieser Option Gebrauch. Noch im selben Jahr erweitert Lenz die Fertigungspräsenz des Unternehmens in Schottland. Im darauf folgenden Jahr wird der Unternehmensname zu Terex Corporation geändert.

Während der nächsten Jahre erwirbt Terex eine Reihe von Unternehmen, darunter Koehring Cranes and Excavators (1987), Unit Rig (1988) und Fruehauf Trailer (1989). Allein der Kauf von Fruehauf lässt die Unternehmensgröße von Terex auf nahezu das Dreifache anwachsen.

 

1990-1995

1991 geht Terex an die New Yorker Börse.

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Anfang der neunziger Jahre unternimmt Terex eine Reihe von Schritten, um seine Finanzsituation zu stärken, darunter die Ausgliederung von Fruehauf als eigenes börsennotiertes Unternehmen.

Im Herbst 1991 verstirbt CEO Woody Baldus. Randolph Lenz übernimmt als Chairman und CEO. In der Folge kann Ron DeFeo im Mai 1992 für das Unternehmen gewonnen werden.

Zu Terex kommt Ron DeFeo zunächst als Präsident der damaligen Heavy Equipment Group des Unternehmens in Tulsa, Oklahoma.

1993 verlegt Terex die Konzernzentrale nach Westport, Connecticut. Anschließend, im Oktober 1993, wird Ron DeFeo zum President und COO von Terex ernannt und wird Mitglied des Terex Board of Directors.

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In einem von Rezession geprägten Umfeld startet Ron DeFeo eine offensive betriebliche und finanzielle Umstrukturierung von Terex, die das Einwerben zusätzlichen Kapitals, den Verkauf von Vermögensgegenständen und veränderte Unternehmensstrukturen vorsieht. Zu den bei Terex ergriffenen Maßnahmen gehören auch die Bemühungen um Clark Material Handling und der Verkauf der Fruehauf Aktien für 28 Millionen Dollar.

1995 erwirbt Terex PPM und legt es mit Koehring zusammen (heute Waverly), um seine Position als führender Kranhersteller und -händler weiter zu festigen.

Ebenfalls im Jahr 1995 setzt sich Randolph Lenz zur Ruhe. Ron DeFeo wird CEO der Terex Corporation.

 

1996-1999

Der gewinnbringende Verkauf des mit hohen Kosten operierenden Gabelstapler-Herstellers Clark Material Handling im Jahr 1996 stellt einen Wendepunkt dar: Terex kann Kredite refinanzieren und rentablere Unternehmen ankaufen.

1998 erweitert Terex seine Bergbausparte mit dem Erwerb von Payhauler und O&K Mining. Auch das Kransegment wächst enorm mit dem Ankauf von American Crane, TerexLift, Peiner und Gru Comedil.

Ron DeFeo wird zum Vorsitzenden des Terex Board of Directors ernannt.

Bis zum Ende des Jahrzehnts kann Terex weitere wichtige Unternehmensankäufe tätigen, darunter Powerscreen im Jahr 1999.

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Mit der Übernahme der Unternehmen Cedarapids, Re-Tech, Powerscreen und Finlay nimmt Terex im Jahr 1999 eine führende Position in der Brecher- und Klassieranlagenbranche ein.

 

2000 und 2001

Mit dem Kauf von Fermec, einem britischen Hersteller von Baggerladern, steigt Terex im Jahr 2000 in die Kategorie der Kompaktmaschinen ein.

Im Jahr 2001 baut Terex mit der Übernahme von Jaques (Brech- und Klassieranlagen), CMI (Straßenbau) und Bid-Well seinen Straßenbau auf. Im selben Jahr erfolgt der Ankauf von Atlas.

 

2002

Mit dem Kauf verschiedener Unternehmen unterschiedlicher Größe stellt 2002 ein bedeutendes Jahr für Terex dar.

  • Demag Mobilkrane, Hersteller von Teleskop- und Gittermastkranen, ergänzt die Produktlinie von Terex Cranes. Das Segment avanciert dadurch zu einem führenden Krananbieter.
  • Terex übernimmt Genie – einen der wichtigsten Hersteller von Arbeitsbühnen.

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  • Der Kauf von Genie ist deshalb von Bedeutung, da Terex erstmals mit der Management-Philosophie des Toyota Produktionssystems in Berührung kommt. Genie hatte einzelne Aspekte dieser Philosophie mit großem Erfolg in seinen Fertigungsbetrieben eingeführt. Terex nutzt die Gelegenheit, diese Verfahren in allen seinen Unternehmen einzuführen. Dies führt zur Schaffung des Terex Business System – TBS.
  • Die Übernahme der deutschen Hersteller Schaeff und Fuchs stärkt das europäische Baumaschinengeschäft von Terex.
  • Mit Advance Mixer steigt Terex in die Betonmischer-Sparte ein.
  • Die Übernahme von Pacific Utility und EPAC eröffnet einen unternehmenseigenen Vertrieb für Terex Utilities.

 

2003-2004

2003 erwirbt Terex einen Mehrheitsanteil an TATRA, Hersteller von Straßen- bzw. Gelände-Schwerlastfahrzeugen für gewerbliche und militärische Einsatzbereiche.

Im selben Jahr erweitert Terex seinen unternehmenseigenen Terex Utilities Vertrieb mit der Übernahme von Commercial Body und Combatel.

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2006 bis 2010

2006 und 2007 sind mit einer Verdopplung des Wachstums in Schwellenmärkten erfolgreiche Jahre für Terex.

2007 erreicht Terex Platz 4 auf der Barron‘s 500-Liste der erfolgreichsten Unternehmen und Platz 314 auf der Fortune 500-Liste.

Im Verlauf des Jahres trennt sich Terex von Tatra.

Anfang 2008 erwirbt Terex den Kompaktraupenladerhersteller ASV. Bei der globalen Führungskräftekonferenz des Jahres 2008 werden die sechs Kernwerte des Konzerns – der Terex Way – offiziell eingeführt.

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Terex wird durch die globale Rezession 2008 mit Einbrüchen auf vielen Märkten schwer getroffen. In diesen unsicheren Zeiten setzt Terex Schwerpunkte im Liquiditäts- und Bestandsmanagement.

2009 übernimmt Terex die Hafentechnologie-Sparten von Fantuzzi und Noell, die dem Cranes-Segment eingegliedert werden.

2006 muss Terex einen Teil seiner Finanzabschlüsse der Jahre 2000-2004 korrigieren. Dies führt zu einer Untersuchung des Terex Rechnungswesens durch die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC, US-Börsenaufsicht). Die SEC-Untersuchung wird im August 2009 mit einem Vergleich abgeschlossen. Terex muss ein Bußgeld von 8 Millionen Dollar entrichten und muss sich verpflichten, Verstöße gegen die US-amerikanischen Wertpapiergesetze in jeder Hinsicht zu unterbinden.

Terex baut ein globales Forschungs- und Entwicklungszentrum in Indien auf.

2010 trennt Terex sich von seiner Bergbausparte durch einen Verkauf an Bucyrus International, Inc. Auch Atlas wird veräußert. Im gleichen Jahr stärkt Terex seine Marktpräsenz in China mit der Übernahme von 65% der Anteile an Shandong Topower Heavy Machinery Corporation, einem Hersteller von Gittermastkranen, und geht ein Joint Venture mit NFLG ein, um Brecher und Klassieranlagen für Zuschlagstoffe herzustellen.

 

2011

Zur Stärkung seiner Präsenz in Schwellenmärkten richtet Terex ein Führungsteam Terex India ein, das als Entscheidungsträger für Angelegenheiten fungiert, die den indischen Markt betreffen. Auch bei Terex Lateinamerika wechselt die Führungsriege.

Das neue Werk im chinesischen Changzhou wird mit einer feierlichen Zeremonie – in Shanghai – offiziell eröffnet. Das neue Werk soll als Zentrum für Produktentwicklung, Ersatzteilvertrieb und Service des AWP-Segments in China dienen.

Das Magazin Equipment Today zeichnet den Skid-Steer-Lader des Segments Terex Construction als „Top-Produkt 2011“ für Bauunternehmer aus.

GAZ Group und Terex Corporation gründen ein Joint Venture-Unternehmen für Herstellung, Vermarktung und Verkauf von Bau- und Straßenbaumaschinen in Russland sowie für den Vertrieb verschiedener von Terex hergestellter und nach Russland exportierter Produkte. Auch der Verkauf bestimmter Exportprodukte für Bau- und Straßenbau der GAZ Group gehört zu den Aufgaben des Joint Venture-Unternehmens.

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Terex wird vom Minority Engineer Magazine als Top-Arbeitsplatz für ethnische Minderheiten ausgezeichnet.

Im indischen Bangalore werden neue Geschäftsräume offiziell eingeweiht, die Teammitglieder, Vertreter aller Unternehmenssegmente, der Terex Financial Services und des Global Sourcing beherbergen sollen.

Im August 2011 schließt Terex den Kauf von 82% der Anteile an der Demag Cranes AG ab. Mit dem so entstehenden neuen Segment Material Handling & Port Solutions bietet Terex nun weltweit erstklassige Produkte der Sparten Industriekrane und Hebezeuge, Hafentechnologie und Dienstleistungen an.

 

2012

Im April 2012 wird der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (Domination and Profit and Loss Transfer Agreement - DPLA) zwischen Terex und Demag Cranes wirksam. Nun ist der Weg frei für die vollständige Integration von Demag Cranes als fünftes Segment der Terex Corporation.

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Terex ist heute ein globales Unternehmen mit ausgewogenem Profil, dessen Teammitglieder rund um den Globus unsere Kunden auf der ganzen Welt versorgen.