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Baumnotstand in der Sierra Nevada

Mowbray’s Tree Service übernimmt mit Demag All-Terrain-KraneN die Beseitigung von Bäumen in hochgradig waldbrandgefährdeten Regionen

Zweibrücken28. Februar 2018 – Schätzungsweise 112 Millionen abgestorbene Bäume gefährden die Bergregion Sierra Nevada. Die Kombination aus nie dagewesener Trockenheit in den vergangenen vier Jahren und einem starken Befall durch Borkenkäfer hat den Baumbestand im gesamten kalifornischen Gebirgszug dezimiert. Die Schwere des Problems zwang den Gouverneur des Bundesstaates, Jerry Brown, im Oktober 2015 einen Baum-Notstand auszurufen, der die Rodung toter/absterbender Bäume in den waldbrandgefährdeten Regionen vorsieht.

Bei der Rodung stehen kommunale, bundesstaatliche und US-Behörden unter großem Zeitdruck, da die ausgetrockneten Bäume wie Anmachholz die schnelle Verbreitung von Waldbränden fördern. Ricky Mowbray, verantwortlich für Kraneinsätze bei Mowbray’s Tree Service aus dem kalifornischen San Bernardino, erklärt jedoch: „Die Arbeiten gestalten sich langsam und schwierig, da viele dieser Bäume zu unsicher sind, um einfach hineinzuklettern.“ Jesse Sanchez, Sicherheitsbeauftragter des Unternehmens fügt hinzu: „Tote Bäume sind in mehrerlei Hinsicht gefährlich, da sie schwach sind und ihre Äste eher dazu neigen abzubrechen als bei einem lebenden Baum. Je höher ein abgestorbener Baum ist, umso instabiler wird er.“

Aufgrund dieser Schwierigkeiten sind nur wenige Baumpflegeunternehmen dem Aufruf zur Beseitigung von Bäumen in den gefährdeten Regionen gefolgt. Hierbei handelt es sich um eine mühsame Arbeit, bei der es auf jedes Detail ankommt und zuweilen ein oder zwei Tage benötigt werden, um einen einzelnen Baum zu entfernen. „Wenn konventionelle Methoden mit Klettern und Abseilen einzelner Abschnitte nicht möglich sind, nutzen wir bis zu 30 m hohe Arbeitsbühnen auf Raupenfahrwerken“, erklärt Mowbray. „Die Bäume sind jedoch von 7 bis über 70 m hoch; für die größeren Exemplare können die Arbeitsbühnen nicht sicher eingesetzt werden.“

Etwa gleichzeitig mit der einsetzenden kalifornischen Trockenperiode begann Mowbray’s Tree Service damit, Krane zur Beseitigung der abgestorbenen Bäume anzumieten. „Wenn es zu gefährlich ist, zu klettern und/oder mit konventionellen Methoden zu arbeiten, kommt ein Kran zum Einsatz, um die Gefahr für die Baumkletterer zu minimieren“, erläutert Sanchez. Mowbray ergänzt: „Nach unserer Erfahrung ist es deutlich sicherer, einfacher und effizienter, diese Bäume mithilfe von Kranen zu beseitigen.“

Die erfolgreiche Entfernung abgestorbener Bäume mittels Mietkranen hat Mowbray’s Tree Service veranlasst, insgesamt vier Demag All-Terrain-Krane anzuschaffen, einen bereits im Dezember 2016 sowie drei weitere Mitte 2017.

Partner von Versorgungsunternehmen

Mit den von Mowbray’s Tree Service in mehr als 45 Jahren durchgeführten Arbeiten entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem professionellen Anbieter für derart komplexe Baumrodungsprojekte. Das 1972 von Ricky Mowbrays Großvater, John Mowbray, in Kalifornien gegründete Unternehmen war zunächst sowohl für Privatkunden tätig als auch für Versorgungsunternehmen zur Vegetationspflege ihrer Stromleitungstrassen.

Kurz nachdem Rickys Vater, Rick Mowbray, 1993 die Firmenleitung übernahm, setzte eine Phase erheblichen Wachstums ein. „Wir haben das Privatkundengeschäft eingestellt und uns ausschließlich auf die Stromtrassen- und Vegetationspflege für Versorgungsunternehmen verlegt“, berichtet Mowbray.

Heute umfasst das Unternehmen fast 700 Mitarbeiter, die hauptsächlich entlang der Westküste im Einsatz sind, mit einer Flotte von 800 Fahrzeugen plus die vier Demag Krane. Gelegentlich führen Aufträge die Mitarbeiter aber auch in andere Bundesstaaten. „Im Spätsommer haben wir 25 LKW-Ladekrane zur Ostküste geschickt, um für unsere Kunden die durch den Hurrikan entstandenen Vegetationsschäden zu beseitigen“, erklärt Mowbray.

Der mit Abstand größte Schwerpunkt der Aktivitäten liegt jedoch auf der Entsorgung toter und geschädigter Bäume aus den Bergen der Sierra Nevada. Im Laufe der letzten vier Jahre hat Mowbray’s Tree Service die Nutzung von Kranen immer mehr perfektioniert, um die Bäume möglichst effizient zu entfernen. Angesichts eines derart aufwändigen und langfristigen Arbeitsaufkommens hielten die Unternehmensverantwortlichen die Anschaffung eigener Krantechnologie für unumgänglich.

Einer der Gründe für Mowbray, sich auf Demag Krane festzulegen, ist deren Wendigkeit: die Maschinen lassen sich selbst unter beengten Einsatzbedingungen problemlos manövrieren. Dave Kuhlman, Senior Sales Manager, Major Accounts bei Terex Cranes, erläutert: „Die von Mowbray’s Tree Service eigesetzten Demag® Kranmodelle AC 130-5 und AC 160-5 verfügen beide über eine Lenkung an allen Achsen sowie eine unabhängig gelenkte Hinterachse, was zur hohen Manövrierfähigkeit dieser kompakten Fünfachserkrane beiträgt.“

Herausragende Sicherheit und Produktivität

Mithilfe der Demag Krane gelangt Mowbray’s Tree Service auch an schwer zugängliche Stellen, um die abgestorbenen Bäume zu roden. Der zur 130-Tonnen-Klasse gehörige Demag AC 130-5 bietet einen 60 m langen Hauptausleger und erreicht eine maximale Systemlänge von 86,5 m. Der AC 160-5 aus der 160-Tonnen-Klasse verfügt über einen 68-m-Hauptausleger mit einer Systemlänge von bis zu 95 m.

Dank ihrer Reichweite und Tragfähigkeit können die Krane an einer Position aufgestellt werden und von dort aus gleich mehrere Bäume abtragen. „Durch die Nutzung der Demag Krane sind wir in der Lage, immerhin 10 bis 15 Bäume pro Tag zu entfernen, während wir mit anderen Methoden gerade mal auf einen Baum pro Tag kamen“, konstatiert Mowbray. „Aber selbst mit den Kranen gibt es nach wie vor Situationen, bei denen wir auf einem Radius von über 56 m arbeiten müssen und einen oder sogar zwei Tage für einen Baum benötigen.“

Stephanie Wood, Director of Product Safety bei Terex Cranes, erklärt, dass es sich hier um besondere Umstände handelt, bei denen Mowbray’s Tree Service die Krane für Baumfällarbeiten einsetzen kann. „Krane sind dafür vorgesehen, frei hängende Lasten aufzunehmen und in Position zu heben“, führt sie aus. „Allerdings nennen sowohl die OSHA (Occupational Safety and Health Administration) als auch die ASME (The American Society of Mechanical Engineers) Anwendungen, in denen ein Kran sicher für Arbeiten wie das Baumfällen genutzt werden kann, und gibt an, wie Personen in diesen Szenarios sicher in die Höhe gebracht werden.“

Wenn sich ein Baum nicht sicher erklettern lässt, verwendet Mowbray’s Tree Service den Kran, um die Baumfäller an die benötigte Position zu heben. Mit den Kranen gelangen die Spezialisten somit sicherer und einfacher in solche Bäume.

„Die Baumkrone macht die Verwendung einer Plattform gefährlich; daher nutzen wir die Unterflasche, um unsere Leute zu heben, wenn ansonsten keine Möglichkeit besteht, sicher in den Baum zu gelangen. Wir verwenden eine doppelte Sicherung, indem wir einen Gurt durch die Unterflasche führen und eine Schlinge einziehen, mit der die Baumfäller oberhalb des Hakens am Seil klettern können“, erläutert Mowbray. Üblicherweise schreiben die Normen eine Plattform vor, um Personen sicher in die Höhe zu bringen, aber in den gefährdeten Bereichen ist dies häufig nicht machbar. Daher wurde eine Sondergenehmigung erteilt, um die Mitarbeiter auf die beschriebene Weise in den Baum zu heben.

Derzeit beschäftigt Mowbray’s Tree Service vier ausgebildete Kranfahrer, zwei davon Angestellte des Unternehmens mit Erfahrung in der Forstarbeit. „Wir empfehlen Unternehmen, sich für Kranbedienerschulungen an die NCCCO (National Commission for the Certification of Crane Operators) oder NACB (North American Crane Bureau) zu wenden“, erklärt Wood. Mowbray fügt hinzu: „Es hat sich zudem als vorteilhaft erwiesen, wenn der Kranbediener zuvor bereits im Baum gearbeitet hat. Es ist hilfreich, jemanden mit entsprechender Erfahrung im Kran zu haben, der bei der Platzierung der Schlinge hilft und beurteilen kann, ob der Kran für die Last geeignet ist.“

Sanchez bestätigt Mowbrays Ansicht und erklärt, dass das Unternehmen spezielle Schulungsprogramme zur Arbeit mit den Kranen eingerichtet hat. „Wir haben zusammen mit North American Training Solutions (Douglass, US-Bundesstaat Massachusetts) ein Programm sicherer Arbeitspraktiken entwickelt, das Baumfällarbeiten bei steilen Auslegerstellungen, die Kransicherheit und Anschlagtechniken abdeckt“, berichtet er. „Wird ein Kran zum Beseitigen von Bäumen verwendet, erfordert dies eine genaue Planung der Standort- und Ausrüstungsauswahl, des Aufbaus, der Gewichtsberechnung, der Kommunikation, der Rüstverfahren und der Risikovermeidung. All dies trägt zur Sicherheit der Beteiligten und Effizienz des Projekts bei.“

Die Vorarbeiter verwenden eine Frischholz-Gewichtstabelle, um die Last zu ermitteln. Zur Vorplanung des Hubs werden Länge und Durchmesser des Baumabschnitts gemessen, um dessen Gewicht zu berechnen. Dann wird überprüft, ob das Gewicht bei der gewählten Auslegerlänge und Ausladung innerhalb der Nenntragfähigkeit des Krans liegt. „Zur Sicherheit gehen wir nur bis zur halben Nenntragfähigkeit; außerdem ist ein abgestorbener Baum leichter, als ein ‚lebender Baum‘ laut Tabelle wiegt“, erklärt Mowbray. Dennoch beträgt das Gewicht für die oberen Abschnitte bis zu 4,5 Tonnen und erhöht sich am Fuß sogar bis auf fast elf Tonnen.

Entscheidende Leistungsmerkmale

Mowbray zählt eine ganze Reihe Leistungsmerkmale der Demag Krane auf, die sich in den Bergen der Sierra Nevada bewährt haben, wobei der hydraulische Wippausleger für diesen Einsatz am wichtigsten ist. „Wenn wir bisher den Hilfsausleger abwinkeln mussten, haben wir ihn erst eingerichtet und dann angehoben. Hat es nicht gepasst, mussten wir ihn wieder absenken, um den Winkel anzupassen. Mit dem hydraulischen Hilfsausleger können wir den Winkel jetzt im angehobenen Zustand einstellen, sodass wir mehr Bäume pro Tag schaffen. Für uns ein ganz entscheidender Faktor.“

Durch die Arbeit auf gewundenen Bergstraßen und bei knappen Platzverhältnissen weiß Mowbray’s Tree Service zudem das IC-1 Plus Steuerungssystem sehr zu schätzen. Es berechnet in Echtzeit die Tragfähigkeit des Krans für jede Auslegerstellung in Abhängigkeit vom Drehwinkel. „Die Berechnung der Tragfähigkeit anhand der Auslegerstellung im Unterschied zu einer 360-Grad-Berechnung erlaubt Mowbray’s Tree Service die maximale Nutzung der Tragfähigkeit des Krans mit minimalem Gegengewicht, indem über die Abstützungen gehoben wird“, beschreibt Kuhlman die Vorteile.

Genauso wichtig ist für Mowbray die Möglichkeit, zwischen drei Abstützungspositionen zu wählen. „Durch die asymmetrische Anordnung der Abstützungen am AC 160-5 und AC 130-5 können wir den Kran flexibler positionieren – bei diesen Arbeiten ganz wichtig“, betont er.

Als Neuling in der Kranbedienung schätzt Mowbray zudem die serienmäßig vorhandenen Automatisierungsfunktionen. Beispielsweise verfügt die Maschine über eine automatische Nivellierung der Abstützungen, was auf unebenem Untergrund wertvolle Zeit einspart. „Außerdem misst die IC-1 Plus den Bodendruck, sodass wir wissen, ob wir an allen vier Ecken den korrekten Druck haben“, führt Mowbray weiter aus.

Nicht zuletzt hilft die drahtlose Fernbedienung der Oberwagenbewegungen den Kranbedienern, wenn sie um Hindernisse herum arbeiten müssen. „Wir verwenden zwar Sprechfunk zwischen dem Kranbediener und den Kollegen im Baum, aber manchmal muss der Bediener die Arbeitssituation selbst sehen“, erläutert Mowbray.

Die zur Baumrodung in den waldbrandgefährdeten Regionen eingesetzten Demag Krane haben nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter von Mowbray’s Tree Service erhöht, sondern auch die Effizienz und Produktivität insgesamt. „Die Krane ergänzen unsere Geschäftsfelder um einen ganz neuen Ansatz“, bestätigt Sanchez. „In den vier Jahren der Nutzung der Krane hatten wir keinerlei ernsthafte Vorkommnisse oder Unfälle. Das spricht für den Einsatz von Kranen allgemein, aber auch für die Erfahrung unserer Kranfahrer und Forstarbeiter.“

Während der Besitz der vier Demag Krane die betriebliche Effizienz und Sicherheit für das Unternehmen deutlich verbessert hat, fasst Mowbray bereits weitere mögliche gewinnbringende Nutzungsmöglichkeiten der Krane ins Auge. „Als Dienstleister für Versorgungsunternehmen könnten wir unsere Kunden auch beim Aufstellen von Masten unterstützen, was uns möglicherweise neue Türen öffnet“, prognostiziert er.

 

Mowbray’s Tree Service

1972 gegründet steht Mowbray’s Tree Service auch heute zu seinem ursprünglichen Qualitätsversprechen und bietet seinen Kunden erstklassige Dienstleistungen im Bereich der Baumpflege. Kern der Geschäftstätigkeiten bilden die Verpflichtung zur Kundenzufriedenheit, die sichere Stromversorgung Amerikas, Professionalität sowie hohe Sicherheitsstandards mittels umfassender Mitarbeiterschulung.

Weitere Informationen zu Mowbray’s Tree Service finden Sie unter http://mowbrays.com/.

Terex

Terex ist ein weltweit tätiger Hersteller von Hubtechnologie, Höhenzugangstechnik und Maschinen zur Materialaufbereitung. In Kombination mit vielfältigen Dienstleistungen bietet Terex Lebenszyklus-Lösungen, die seinen Kunden höchste Investitionsrenditen ermöglichen. Zur Terex Markenfamilie gehören unter anderem Terex, Genie, Powerscreen und Demag. Lösungen von Terex kommen in zahlreichen Branchen zur Anwendung, darunter Hoch- und Tiefbau, Infrastruktur, industrielle Fertigung, Transport und Verkehr, Mineralölverarbeitung, Energie, private und öffentliche Versorgung sowie Bergbau und Gesteinsindustrie. Terex unterstützt den Erwerb seiner Maschinen und Anlagen durch Finanzprodukte und Dienstleistungen aus dem Unternehmensbereich Terex Financial Services. Weitere Informationen zu Terex stehen auf der Unternehmenswebsite www.Terex.com, auf LinkedIn www.linkedin.com/company/terex und Facebook www.facebook.com/TerexCorporation zur Verfügung.

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